Geschichte des Gebäudes

© B. Frenz
© B. Frenz

Das Leinwandhaus, einer der ältesten Profanbauten der Stadt, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom und in Rufweite zur Kunsthalle Schirn und dem Museum für Moderne Kunst. Um 1400 errichtet, diente es über die Jahrhunderte, neben dem Tuchhandel, verschiedensten Zwecken: als Gericht und Gefängnis, Lazarett und Schlachthaus, als Herberge für Stadtschreiber und Geisteskranke, als Stadtmuseum und Kunstgalerie.

 

1984 wurde das Leinwandhaus als eine der letzten Kriegsruinen wieder aufgebaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Umbau des Leinwandhauses für das caricatura museum wurde in den Jahren 2007 und 2008 von dem Eichstätter Architekturbüro Diezinger + Kramer geplant. Dasselbe Büro ist auch für die Bearbeitung der Altbauten des historischen museums verantwortlich.

 

2011 gewannen Diezinger + Kramer den "best architect" in Gold für den Umbau des Leinwandhauses. Der in Düsseldorf verliehene best architect award wurde in dem Jahr unter 298 Einsendungen 74 Mal vergeben, darunter 12 Mal in Gold.

Museumsnutzung

Das Erdgeschoss besteht aus einer 250 Quadratmeter großen und sechs Meter hohen Halle mit neu eingebauter Galerie. Hier finden sowohl wechselnde Ausstellungen namhafter Vertreter der komischen Kunst aus Deutschland und der Welt statt als auch Veranstaltungen wie Eröffnungen, Lesungen oder Aufführungen.

 

Über die Galerie gelangt man zum ersten Geschoss, in den, mit sieben hohen, auf den Dom weisenden Fenstern, schönsten Saal des Gebäudes. Fünf Kabinette präsentieren hier das Werk der fünf Zeichner der Neuen Frankfurter Schule in ständiger Ausstellung.

 

Im zweiten Geschoss befinden sich die Medienlounge, in der man den Museumsrundgang mit Kaffee und Kakao abrunden kann, und die Bibliothek der Komischen Kunst. Diese ist zurzeit noch im Aufbau und nicht öffentlich zugänglich. Auf Anmeldung kann die Bibliothek geöffnet werden.

Über die Medienlounge sind die Zinnen des Leinwandhauses erreichbar, von wo aus man einen wunderbaren Blick über den Weckmarkt hat.

 

Alle Ebenen des caricatura museums sind über Rampe und Fahrstuhl barrierefrei zu erreichen.